Manchmal geraten Menschen in Lebenssituationen, für die ihre bisherigen Bewältigungsstrategien nicht mehr ausreichen.
Eine schwere Erkrankung. Der Verlust eines geliebten Menschen. Eine Trennung. Das Ende einer Lebensphase. Eine lebensbedrohliche Diagnose. Der Eintritt in den Ruhestand. Die Erkenntnis, dass das Leben anders verlaufen ist als erhofft. Oder einfach das Gefühl, dass die bisherige Landkarte nicht mehr trägt.
Solche Erfahrungen können Fragen aufwerfen, die weit über klassische psychische Symptome hinausgehen:
In der existenziellen Psychotherapie stehen diese Fragen im Mittelpunkt.
Dabei geht es nicht darum, schwierige Gefühle möglichst schnell zu beseitigen. Trauer, Angst, Wut, Schuld oder Ohnmacht sind oft normale Reaktionen auf außergewöhnliche Lebenssituationen. Viel wichtiger ist es, einen Weg zu finden, diese Erfahrungen in das eigene Leben zu integrieren und wieder Orientierung zu gewinnen.
Als Internistin, Psychotherapeutin und Palliativmedizinerin begleite ich seit vielen Jahren Menschen in Krisensituationen. Dabei arbeite ich sowohl mit Menschen, die einen schweren Verlust erlitten haben, als auch mit Menschen, die selbst von Krankheit, Endlichkeit oder tiefgreifenden Veränderungen betroffen sind.
Aus dieser Arbeit heraus entstand das von mir entwickelte Ländermodell. Es beschreibt die unterschiedlichen inneren Landschaften, die Menschen in Krisen, Trauerprozessen und existenziellen Übergängen durchlaufen können. Viele Betroffene erleben es als entlastend zu verstehen, dass sie sich nicht „falsch“ verhalten oder „nicht richtig trauern“, sondern dass sie sich lediglich in einem bestimmten Abschnitt ihrer persönlichen Reise befinden.
Trauer ist keine Krankheit.
Existenzielle Krisen sind kein Zeichen von Schwäche.
Oft sind sie Ausdruck davon, dass ein Mensch versucht, sich in einer veränderten Lebenswirklichkeit neu zu orientieren.
Gerne begleite ich Sie auf diesem Weg – in meiner Praxis oder bundesweit im Rahmen einer Videosprechstunde.